08.07.2023 14:38 Uhr - 20.08.2023 14:38 Uhr

Deine Spuren sind der Weg /Kunst als Prozess

Deine Spuren sind der Weg
Kunst als Prozess
Stipendiatinnen der Jahre 2021 und 2022

09.07. bis 20.08.2023
Eröffnung am 08.07. um 17 Uhr
mit einem Konzert von Olaf Rupp (akustische Gitarre) und Jonas Gerigk (Kontrabass)

Karina Kueffner (Deutschland), Sasha Koura (Großbritannien/Irland), Javkhlan Ariunbold (Mongolei), Lucrezia Zanardi (Italien), Taeeun Kim (Südkorea), Hee Seo (Südkorea), Julia Pietschmann (Deutschland), Friederike Haug (Deutschland), Lucilia Pacheco Dehne (Kolumbien/Deutschland), Cecilia Cissi Hultmann (Schweden)

An der Ausstellung sind zehn Stipendiatinnen, die in den Jahren 2021 und 2022 im Schloss Plüschow gearbeitet haben beteiligt.

Das Prozesshafte im Entstehen von Kunstwerken wird in diesem Ausstellungsprojekt in den Mittelpunkt gerückt, wobei die Präsentation einen im Fluss begriffenen Werkstattcharakter erhalten wird. Besucherinnen und Besuchern wird die Möglichkeit geboten, an dem Entstehungsprozess teilzuhaben.

Das temporäre Einsiedeln an einem Ort, der Abseits des urbanen Umfeldes der Metropolen liegt, die weite Landschaft und das direkte Erleben der Natur, die das Künstlerhaus Schloss Plüschow umgibt, spenden neue Impulse für die Arbeit von internationalen Künstlerinnen und Künstlern, die auf Zeit im Schloss Plüschow arbeiten und leben können und die meistens aus Großstädten dieser Welt kommen. Die Ateliers mit ihren großzügigen Räumlichkeiten geben ihnen die Möglichkeit, ungestört und intensiv an künstlerischen Projekten zu arbeiten, eigene Arbeitsweisen zu überprüfen, neue inhaltliche Ansätze zu entdecken und zukunftsweisende Ideen zu entwickeln. Persönliche Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen vor Ort, Diskurse zu unterschiedlichen künstlerischen Themen, das bewusste Erleben des Alltags auf dem Land sowie das Kennenlernen der Menschen vor Ort schärfen und erweitern die eigene Wahrnehmung.

Unabhängig vom Ansatz ist der kreative Prozess oft ein langer und intensiver Prozess, bei dem experimentiert, Fehler gemacht, geschaffen und auch zerstört wird, um schließlich zu einem vorläufig endgültigen Werk zu gelangen. Das Vor- und Zurückdenken, das Ent- und Verwerfen, die Gleichzeitigkeit dieser Handlung, in dem Vergangenheit und Zukunft eins werden, lässt neue Modelle und noch nicht erprobte Ideenentwürfe entstehen. Der Prozess der kreativen Schöpfung ist oft ebenso wichtig wie das fertige Kunstwerk selbst, da er den Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit gibt, sich auszudrücken und ihre Gedanken und Gefühle mit anderen zu teilen.

Kunst spielt eine wichtige Rolle innerhalb der Gesellschaft. Sie regt zum Nachdenken an und hilft komplexe Themen besser zu verstehen. Sie kann Brücken zwischen verschiedenen Kulturen bauen und Verständnis füreinander schaffen. Und letztendlich ist es doch das Schönste an der Kunst: Dass sie Menschen zusammenbringt – egal welcher Herkunft oder Sprache sie angehören. Denn wenn etwas gemeinsam erschaffen oder erlebt wird, dann braucht es irgendwann auch keine Grenzen mehr.
In diesem Sinne können Besucherinnen und Besucher in die Ausstellung der ehemaligen Stipendiatinnen aktiv in den künstlerischen Arbeitsprozess eintauchen. Sie dürfen den künstlerischen Ideen und Entwürfen folgen, können diese weiterdenken und die Betrachtungsweise der Kunst der Gegenwart erweitern.